Einsatzgebiete vom Wasserstrahlschneiden - 7 hilfreiche Tipps

26.07.22, 07:30

Wasserstrahlschneidmaschinen sind aufgrund ihrer Präzision aus modernen Fertigungsprozessen nicht mehr wegzudenken. Anlagen- und Maschinenbau, das Bauwesen, die Luft- und Raumfahrt, die Automobil- und Transportbranche, die Energiewirtschaft und der Werkzeug-, Betriebsmittel- und Vorrichtungsbau - das sind nur ein paar Beispiele für die Einsatzgebiete dieser effizienten Schneidinstrumente. Eckert Cutting hat sich zum Ziel gesetzt, das Wasserstrahlschneiden seinen Kunden mit hochgradiger Präzision, hoher Wiederholgenauigkeit, kosteneffizient und mit bester Qualität in allen Einsatzgebieten zu ermöglichen.

Die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstrahlschneidmaschinen sind sehr vielfältig und können auf Materialien vom feinporigen Schaumstoff über hochempfindliche Spezialkunststoffe bis hin zum massiven Naturstein und sogar Titanium in hohen Materialdicken angewendet werden. Damit beim Wasserstrahlschneiden stets die optimalsten Ergebnisse erzielt werden und die Schneidinstrumente energieeffizient, kostensenkend und umweltschonend eingesetzt werden, hat die Firma Eckert Cutting sieben hilfreiche Tipps parat:

  • Wasserhärte prüfen

  • Wasserdruck auf den Werkstoff abstimmen

  • Schneidmaschine auf Reinwasser oder Abrasiv einstellen

  • Abrasivschnitt: Injektor oder Suspension?

  • Abrasivreste auffangen und recyceln

  • Hitzeempfindliche Werkstoffe unter Wasser schneiden

  • Kombination aus Wasser- und Plasmastrahlschneiden

Tipp 1: Das richtige Wasser

Die zentrale Rolle beim Wasserstrahlschneiden nimmt natürlich das Wasser selbst ein. Regional kann sich die Qualität des Leitungswassers stark unterscheiden. Die Nutzung von zu hartem Wasser schadet den Dichtungen der Wasserstrahlschneidmaschine und kann daher zu hohen Unterhaltskosten führen. Von dem Betrieb mit deionisiertem oder gar destilliertem Wasser sollte erst recht abgesehen werden, da es das Material der Schneidmaschine massiv angreift und dessen Lebensdauer extrem verringert.


Eine Lösung bietet hier eine Wasseraufbereitungsanlage, die zwischen dem Wasseranschluss und der Hochdruckpumpe installiert wird. Mit dem Einsatz einer derartigen Wasseraufbereitungsanlage wird nicht nur die Lebensdauer Wasserstrahlschneidmaschine erhöht, zugleich wird auch Effizienz von Komponenten wie der Hochdruckpumpe, den Hochdruckleitungen oder dem Wasserstrahlschneidkopf entscheidend erhöht. Eckert Cutting empfiehlt daher seinen Kunden auf Basis einer individuell durchgeführten Wasseranalyse die Nutzung einer Wassertstabilisierungsanlage und bietet zugleich eine effiziente Ausführung dieser Technologie an. Der Kunde braucht sich um nichts kümmern, denn um die Analyse und dessen Auswertung der Analysedaten wird durch Eckert Cutting übernommen.

Tipp 2: Den Wasserdruck richtig einstellen

Wasserschneiden ist in all seinen Einsatzgebieten deshalb so beliebt, weil es präzise und zugleich materialschonend ist. Damit beim Wasserstrahlschneiden die gewünschten Ergebnisse umgesetzt werden und der Werkstoff beim Bearbeiten keinen Schaden nimmt, gilt es den Wasserdruck von Vornherein richtig einzustellen. 

Zu hoher Wasserdruck kann ebenfalls dazu führen, dass nicht nur der Werkstoff, sondern auch die technischen Komponenten vom Wasserstrahlschneider massiven Schaden nehmen. Unter starkem Druck ändert Wasser seine osmotischen Eigenschaften. Wird der Wasserdruck zu hoch, bilden sich Kristalle, die sich in Ventilen und Pumpen einlagern und sie auf Dauer damit schwer beschädigen können. Der Wasserstrahl der CNC-Schneidanlagen (Computerized Numerical Control) von Eckert Cutting ist daher von Druckstärke von 500 bis maximal 6.000 bar ausgelegt und sollte nicht überschritten werden. Ebenso liefert Eckert Cutting die wichtigsten Schneiddatenbanken für bestehende Materialien an, um für Maschinenbediener eine einfache und sichere Bedienung mit minimiertem Ausschuss zu ermöglichen.

Tipp 3: Reinwasser- oder Abrasivschneiden?

Auch hier kommt es darauf an, welcher Werkstoff geschnitten wird und was mit dem Schnitt erreicht werden soll. Anders als beim Reinwasserschneiden wird beim Abrasivschneiden noch ein zusätzlicher Stoff wie Sand oder Kohlepartikel beigemischt. Damit können gerade massivere Werkstoffe wie etwa Stein oder Metall schneller, einfacher und präziser bearbeitet werden als mit nur einem puren Schneidwasser.

Doch ist es gerade bei weichen, dünnen oder anfälligen Stoffen von Vorteil, auf die Reinwassertechnik zurückzugreifen, um die Werkstoffe bei der Bearbeitung zu schonen. Einsatzgebiete wie die Nahrungsmittelindustrie, Konsumgüter- und Elektrobranche, Präzisionsfertigung und Medizintechnik greifen daher auf den Reinwasserschnitt zurück. Wasserstrahlschneiden mithilfe von Abrasivzusätzen wird vorwiegend in der Luftfahrt, Automobilindustrie, Maschinenbau und beim Steinschnitt eingesetzt.

Tipp 4: Injektorstrahl oder Suspensionstrahl?

Bei der Nutzung eines Abrasivzusatz beim Wasserstrahlschneiden stellt sich vor jedem Einsatz die Frage, ob man auf die Injektorstrahl- oder Suspensionsstrahltechnik setzt. Anders als beim Injektorstrahl wird beim Suspensionsstrahl das Abrasiv in einem Druckbehälter noch vor der Düse beigemischt. Der Effekt ist, dass beim Wasserstrahlschneiden der Wasserstrahl nur noch aus Wasser und dem Abrasiv besteht, während der Wasserstrahl bei der Injektortechnik noch viele Bestandteile der umgebenden Atmosphäre aufnimmt. 

Das Abrasiv im Suspensionsstrahl wird mit erheblich weniger Luftreibung mit viel mehr kinetischer Energie aufgeladen, wodurch er “rasiermesserscharf” wird und sich durch härtestes Material frisst. Für ähnliche Ergebnisse beim Wasserstrahlschneiden muss bei dem Injektorverfahren der Wasserdruck deutlich erhöht werden. Insgesamt lässt sich mit dem Suspensionsstrahl schneller schneiden, jedoch werden zusätliche Einheiten des gleichen Abrasivstoffes benötigt. Welche Technik die richtige ist, sollte von den Eigenschaften des Werkstoffes abhängig gemacht werden.

Tipp 5: Abrasivreste und Schlacke effizient auffangen

Bei Reinwasser- und Abresivtechnik fallen in allen Einsatzgebieten beim Wasserstrahlschneiden Überreste an, welche die präzisen Funktionen des Wasserstrahlschneiders behindern können. Daher ist es insbesondere bei Schlacke und Abresivresten ratsam, diese umgehend aus dem Werkprozess der Wasserstrahlschneidmaschine zu entfernen. Mithilfe eines Kratzkettenförderers oder eines Entschlammungssystems, wie sieEckert Cutting anbietet, lässt sich das während des Fertigungsprozesses ganz einfach umsetzen. Aufgefange Abrasivmittel können sogar recyclt werden und so ressourcenschonend für passende Einsatzgebiete beim Wasserstrahlschneiden erneut eingesetzt werden.

Tipp 6: Unter Wasser schneiden

Das Wasserstrahlschneiden zeichnet sich Gegensatz zu anderen Fertigungsverfahren wie dem Laserstrahlschmelzschneiden, dem Plasma-Schmelzschneiden oder dem Brennschneiden bereits dadurch aus, mit niedrigen Temperaturen zu arbeiten. Dennoch können bestimmte Werkstoffe je nach Einsatzgebiet anfällig auf Reibungswärme reagieren. Mit dem Wasserstrahlschneidverfahren lässt sich der Kopf einer Wasserstrahlschneidmaschine auch unter Wasser einsetzen und mithilfe des Bassins den Werkstoff kühlen. Damit das Schneidbecken den optimalen Wasserstand aufweist, ist es vorteilhaft, auf eine Technik wie die Wasserniveauregulierung von Eckert Cutting zu setzen.

Tipp 7: Mit innovativer Technik Geld sparen

Das  kostspieligste an einer Wasserstrahlschneidmaschine ist nicht der Kaufpreis, sondern der Unterhalt eines solch komplexen Gerätes. Gerade deshalb macht es bereits beim Kauf Sinn, sich darüber bewusst zu sein, mit welcher Technik man über einen längeren Zeitraum in einem bestimmten Einsatzgebiet arbeiten möchte. Moderne Entwicklungen im Wasserstrahlschneiden sind in ihrem Einsatzgebiet oft wegweisend.

Die Opal WaterJet Combo Maschine von Eckert Cutting ist eine solche Innovation. Sie kombiniert das präzise Wasserstrahlschneidverfahren mit den Vorteilen des rapiden Plasma-Schmelzschneidens. Mit der Opal WaterJet Combo als langlebiges Werkzeug lassen sich Fertigungsprozesse gegenüber herkömmlichen Wasserstrahlschneidmaschinen mit der gleichen Genauigkeit in nahezu der Hälfte der Zeit umsetzen. Das erhöht nicht nur die Produktionsgeschwindigkeit eigener Einsatzgebiete, sondern senkt die laufenden Unterhaltskosten dank energie- und ressourcenschonender Fertigung enorm.

Immer effizient mit der richtigen Technik

Mithilfe dieser Auswahl an Ratschlägen lässt sich eine Wasserstrahlschneidmaschine kosteneffizient und über einen langen Zeitraum nutzen. Durch die Wahl des richten Schneidverfahrens können die besten Ergebnisse erzielt werden. Bei Bedarf können Sie sich gerne zum Thema Wasserstrahlschneiden weiterinformieren und bei Rückfragen Kontakt zu den Experten des Unternehmes aufnehmen.

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