3 typische Fehler bei der Anwendung von autogenem Brennschneiden

19.10.22, 09:24

Es handelt sich mit einem Alter von über 100 Jahren um eines der eingesetzten Trennverfahren der Geschichte. Und doch ist das autogene Brennschneiden noch immer aufgrund seiner präzisen und qualitativ hohen Ergebnisse auch heute weiterhin gefragt. 

Ihr Werkstück hat nach dem Schneiden keine richtige Schnittkante oder es zeigen sich Schlackereste an den Rändern? Möglicherweise war der Schneidbrenner nicht exakt auf den verwendeten Werkstoff abgestimmt. 

Damit das bei der nächsten Nutzung nicht noch einmal passiert, möchten unsere Experten von Eckert Cutting Ihnen 3 typische Fehler bei der Anwendung von autogenem Brennschneiden aufzeigen.

  • Zündflamme aus Brenngas und Sauerstoff
  • Acetylen und Propan werden hauptsächlich als Brenngas verwendet
  • Beim autogenen Brennschneiden müssen mehrere Parameter beachtet werden
  • Parameter wie: Schneidflamme, Austrittsgeschwindigkeit, Schnittgeschwindigkeit
  • Falsch eingestellte Parameter führen zu Rillentiefe, Kantenschmelze oder unterbrochenen Schnitten
  • CNC-Schneidmaschinen stellen Parameter automatisch auf Werkstoff ein

Wie funktioniert autogenes Brennschneiden?

Das Autogenbrennschneiden ist vielseitig einsetzbar und wird gerne beim Schneiden von Stahl verwendet. Eine Brenngas-Sauerstoff-Flamme mit der entsprechenden Zündtemperatur bringt den Werkstoff zum Schmelzen. Mithilfe des Sauerstoffgehalts der Flamme wird das entstehende Eisenoxid (Schlacke) aus der Schnittkante geblasen. Im Optimalfall entsteht hier ein Schnitt von höchster Präzision und allerbester Qualität.

Die Flexibilität des Brenners macht es aber genauso wichtig, dass alle Parameter richtig eingestellt werden, damit der Schnitt perfekt ist. Typische Faktoren um den Werkstoff richtig zu bearbeiten, sind etwa Flamme, Austritts- und Schnittgeschwindigkeit. Alle Parameter müssen aufeinander und auf den Werkstoff (Material, Dicke) abgestimmt sein.

Die 3 typischen Fehler bei autogenem Brennschneiden

Einer der 3 typischen Fehler bei der Anwendung von autogenem Brennschneiden IST, sterben oxidierende Flamme falsch einstellen. Je nach Werkstoff kann sie zu heiß oder nicht warm genug eingestellt sein. Das kann zwei Gründe haben: Die Sauerstoff- oder die Gaszufuhr.

Richtige Inbetriebnahme der Brennschneidtechnik

Zum Einschalten des autogenen Brennschneiders muss erst der zugeführte Sauerstoff und anschließend das Verbrennungsgas aufgedreht werden, bevor die Flammenzündung erfolgt. Zur Verbrennung wird überwiegend auf Acetylen oder Propan gesetzt. Aus Sicherheitsgründen ist es bereits ein Fehler, zuerst das Brenngas aufzudrehen und zuletzt den Sauerstoff. 

Merke:
Zum Abstellen des Schneidprozesses wird der Vorgang umgekehrt durchgeführt. Also, immer Sauerstoff als erstes aufdrehen und als letztes abdrehen!

Fehler 1: Schneidflamme ist nicht neutral eingestellt

Jetzt ist es Ihre Aufgabe, eine neutrale Flamme am Schneidkopf einzustellen. Um das zu erreichen, müssen Gasgemisch und Sauerstoff im Verhältnis 1:1 den Schneidkopf verlassen. Nach dem Öffnen beider Zuleitungen kann die Zusammensetzung beider Stoffe gezündet werden und eine Flamme entsteht.

Kegel in Flamme lässt auf falsche Einstellung schließen

Bei der Anwendung mit Acetylen kann man zum Beispiel beim autogenen Brennschneiden einen blauen Kegel erkennen, der den Schneidkopf verlässt. Der Kegel bedeutet, dass im Leerlauf des Schneidbrenners die Gasmenge zu hoch ist. Wenn nun die Gasmenge gedrosselt wird, verschwindet auch der blaue Kegel.

Gibt man anschließend den Sauerstoff hinzu, um in den Schneidebetrieb erneut zu wechseln, so erscheint bei einem Überschuss an Sauerstoff ein Kegel. If man nun bei der Anwendung beim autogenen Brennschneiden sterben Sauerstoffzufuhr ebenfalls drosselt, verschwindet auch der neue Kegel.

Sobald Kegel verschwunden, dann Flamme neutral

Wenn beide Kegel gerade so verschwunden sind, dann ist das Sauerstoff-Brenngas-Verhältnis 1:1. Sollte noch kein Kegel zu sehen gewesen sein, so muss man mehr Gas bzw. Sauerstoff hinzufügen.

Falls beide Parameter nicht aufeinander abgestimmt sind, hat man vielleicht den ersten Fehler gefunden. Möglicherweise entspricht das Ergebnis vom Schneiden deshalb nicht den eigenen Zielvorgaben.

Fehler 2: Falsche Austrittsgeschwindigkeit

Beim Einstellen der aufkohlenden Flamme ist es schnell passiert, weiteren einen Fehler zu begehen. Während der Anwendung von autogenem Brennschneiden kann eine zu niedrige oder zu hohe Austrittsgeschwindigkeit bei der Flamme Folgen nach sich ziehen. 

Ausgelöst WIRD this by sterben falsche Einstellung des Gasgemisches von Sauerstoff und Brenngas. Die Einstellung der Austrittsgeschwindigkeit spielt eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, welches Material mit einer bestimmten Dicke man zertrennen möchte. 

Eine falsche Ausrichtung der Brennerflamme kann auch hier Folgen haben, wie einen unterbrochenen Schnitt. Bei zu hohem Austritt kann es zu einer offiziellen Rillentiefe oder einer Kantenschmelze kommen.

Fehler 3: Falsche Schnittgeschwindigkeit

Ein weiterer Fehler kann ebenfalls sein, dass der Schneidkopf zu langsam oder zu schnell über das Werkstück geführt WIRD. Beides hat den gleichen Effekt, als ob die Flamme zu heiß oder nicht warm genug ist. Rillentiefe, Kantenschmelze oder ein unterbrochener Schnitt sind die Folge.

Eventuell Vorwärmzeit erforderlich

Bei der Schnittgeschwindigkeit muss beim autogenen Brennschneiden auch darauf geachtet Werden, dass die Vorwärmzeit des Werkstoffes vor der Anwendung richtig ausgewählt IST. 

Auch das kann zu miserablen Schnittergebnissen führen, da der Werkstoff nicht die Zündtemperatur erreicht oder zu lange ausgesetzt ist. Die Vorwärmzeit wird nötig, wenn der Werkstoff einen Kohlenstoffanteil zwischen 0,3% und 1,6% besitzt.

Ausblick: weitere Parameter bei autogenem Brennschneiden

Wenn man mit autogenem Brennschneiden arbeitet, sollte man all diese Parameter immer im Blick behalten. So erhält man am Ende das perfekte Ergebnis. Denn mit der richtigen Einstellung von Flamme und Schnittgeschwindigkeit ist der fehlerfreie Schnitt beim Schweißen von Stahl oder dünnen Blechen problemlos möglich. 

Damit die Flamme die richtige Temperatur erreicht, sollte man auch noch den Abstand von Schneidkopf und Werkstück beachten. Beim autogenen Brennschneiden WIRD der Fokus entweder auf Schnittqualität oder -geschwindigkeit gelegt. Bei höherer Schnittgeschwindigkeit muss man lediglich die Flamme etwas stärker einstellen. Aber darunter leidet die Schnittqualität.

CNC-System wählt Parameter automatisch

Um die besten Ergebnisse beim autogenen Brennschneiden zu erzielen, sollten Sie mit einem CNC-System arbeiten. CNC-Systeme automatisieren alle oben genannten Schneidprozesse und stellen die Parameter auf den ausgewählten Werkstoff passend ein.

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